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Kurz-Konzept zur Erstellung

einer Kinderheimerziehungsstätte in Wesseling


Ausgangssituation und Zielsetzung


Der Investorenkreis um Herrn Frank Tschöke plant, in Wesseling eine Kinderheimerziehungsstätte mit 20-60 Plätzen einzurichten.

Die betreuten Kinder können im Rahmen einer Tagesbetreuung sowie in Vollzeit aufgenommen und betreut werden. Ziel ist eine deutliche Verbesserung der Lebensgrundlagen, des Sozialverhaltens und der beruflichen Perspektiven.

 

 

Marktsituation und Bedarf vor Ort


ln Wesseling werden derzeit keine vergleichbaren Einrichtungen angeboten; im weiteren Umkreis im Großraum Köln/Bonn sind mehrere Einrichtungen mit verschiedenen Zielsetzungen zu finden.

Es kann von einem hohen Bedarf und Nutzungsgrad in Wesseling ausgegangen werden; die zu betreuenden Fallzahlen sind seit Jahren bekanntlich hoch, es besteht absehbar Bedarf über Jahre hinaus.


Konzept


Im Investorenkreis befinden sich Mittelständler mit sehr guten Kontakten zur hiesigen Wirtschaft. Es wird geplant, den Kindern durch Zusatzausbildung und Unterrichtsbegleitung (Hausaufgabenbetreuung, Nachhilfe, zusätzliche Angebote) eine Möglichkeit zu bieten, sich im Rahmen von Praktika, zusätzlichem Unterricht und verschiedenen kulturellen Angeboten frühzeitig einen guten (Aus-) Bildungs­ standard zu schaffen. Bei entsprechendem Bedarf soll zielgerichtet auf Berufsbilder hingearbeitet werden können.

Zusätzlich sollen die Bevölkerung sowie die vorhandenen Vereine durch aktive Einbindung in das Gesamtkonzept von der Einrichtung nachhaltig überzeugt werden.

Denkbar sind Ehrenämter im Bereich Lesepatenschaften, Kochkurse, Gartengestaltung, unterstützende Betreuung...

 


Träger


Auf Grund der bisherigen internen Ermittlungen wird eine Trägerschaft durch eine GmbH angestrebt. Alternative Gesellschaftsformen (gGmbH, e.V.) werden derzeit wegen schwieriger Rahmenbedingungen nicht angestrebt.

 

 

Finanzierung


1. Investorenkreis

2. KfW

3. NRW-Bank


Standort Dikopshof

 

Der Dikopshof liegt westlich des Wesselinger Stadtteils Keldenich im nordrhein­ westfälischen Rhein-Erft-Kreis und ist eine der ältesten nachweisbaren Hofanlagen in der Region Köln/Bonn. Der Dikopshof ist als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt Wesseling eingetragen.

Das Wohnhaus an der Südostecke zeigt die Jahreszahl 1681.

Bis 2009 wurden die Gebäude als Freilandversuchsgut von der Universität Bonn genutzt.


 

Stichworte


Heimerziehung soll das "letzte Mittel" sein, wenn Probleme in der Familie auftauchen. War es früher üblicher, Kinder relativ schnell in ein Heim zu geben, gehen viele Jugendämter heute dazu über, ambulante Hilfen oder auch teilstationäre Hilfen zu empfehlen, um dem Kind oder Jugendlichen weiterhin einen regelmäßigeren Kontakt zur Familie und seiner vertrauten Umgebung zu ermöglichen. Für die Frage, welche Maßnahme durchgeführt wird, sollen das Kindeswohl, nicht finanzielle Gründe maßgeblich sein.


Rechtsgrundlage

Heimerziehung ist nach § 34 Achtes Buch Sozialgesetzbuch (SGB VIII) eine Hilfe zur Erziehung in einer Einrichtung über Tag und Nacht. Zwar hat jeder Personensorgeberechtigte einen Rechtsanspruch auf Hilfe zur Erziehung, wenn eine dem Wohl des Kindes oder des Jugendlichen entsprechende Erziehung nicht gewährleistet ist und die Hilfe für seine Entwicklung geeignet und notwendig ist.

Einen besonderen Rechtsanspruch auf Heimerziehung gibt es aber nicht. Vor der Fremdunterbringung ist ein ordentliches Hilfeplanverfahren nach§ 36 des SGB VIII durchzuführen.

Im Rahmen des§ 1666 BGB (Kindeswohlgefährdung) kann ein Familiengericht auf Initiative des Jugendamtes die Unterbringung in einem Heim oder eine andere Hilfe gegen den Willen der Sorgeberechtigten (Eitern) anordnen. Dies geschieht bei Kindeswohlgefährdung und wenn die Sorgeberechtigten nicht in der Lage oder gewillt sind, die Gefahr abzuwenden.

 


Kosten


Die Kosten der Heimerziehung betragen bis zu 4000 Euro im Monat. Im Rahmen der Angemessenheit und Leistungsfähigkeiten werden dazu zuerst das Kind selbst, dann sein Ehepartner/Lebenspartner und dann seine Eitern herangezogen. Bei vollstationärer Unterbringung hat jedes Elternteil im Allgemeinen mindestens das an dieses Elternteil ausgezahlte Kindergeld zu leisten.


1. Die zu zahlenden Beiträge sind der seit 2005 geltenden ostenbeitragsverordnung zu entnehmen.


2. Vom tatsächlichen Einkommen dürfen viele Kosten abgesetzt werden, mindestens 25 %, dann ergibt sich das maßgebliche Einkommen. Liegt dies unter 750 Euro, so sind keine Beiträge zu zahlen. Bei einem maßgeblichen Einkommen oberhalb von 750 Euro sind etwa folgende Anteile des maßgeblichen Einkommens zu zahlen: Für die erste Person in vollstationärer Unterbringung 25 %, für die zweite 15 %, für die dritte 10 %, für die weiteren 0 %, für Personen in teilstationärer Pflege 5%, wenn diese mehr als 5 Stunden pro Tag umfasst, und 3% wenn sie einen geringeren Zeitumfang hat.


3. Insgesamt ist maximal die Hälfte des maßgeblichen Einkommens zu zahlen.


4. Für einen jungen Volljährigen in vollstationärer Einrichtung sind maximal 710 Euro von jedem Elternteil zu zahlen.

 


Einrichtungen und Konzepte der Kinder- und Jugenderziehung


Von dem Heim kann heute nicht mehr gesprochen werden. Es gibt heute unterschiedliche Formen vollstationärer Angebote. Die einzelnen Unterbringungformen unterscheiden sich stark in Angebot, Zielgruppe, Betreuungschlüssel, Lage und nicht zuletzt auch durch die Größe. Eine Liste mit allen Formen, Mischformen und Varianten würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Die Häuser werden zum größten Teil von Stiftungen, kirchlichen und freien Trägern.betrieben. Die Einrichtungen sind stark abhängig von der Belegungspolitik der Jugendämter und diese wiederum von der Finanzierungspolitik der Kommunen. Folgende Unterbringungskonzepte können herausgestellt werden:

 


Jugendwohngruppen

Diese "klassische" Form ist meist eine Wohnung in einem größeren Haus, in dem ca. 8 Kinder und/ oder Jugendliche leben. Zur Seite stehen ihnen Erzieher und Sozialpädagogen, die dort im Schichtdienst arbeiten und eine Versorgung und Betreuung rund um die Uhr gewährleisten. Realisiert sind auch Heime, die aus mehreren Häusern bestehen, in denen jeweils eine Gruppe lebt. Gesondert kann auch ein zentraler Speisesaal, zentrale Wäscherei oder Küche Bestandteil sein. Die früher häufiger anzutreffenden Großgruppen existieren heutzutage nicht mehr. Es ist eher der Trend zu beobachten, die Gruppengröße als auch die Alters- und Geschlechterstruktur noch familienähnlicher zu gestalten. Andere Heime wiederum konzentrieren sich auf bestimmte Altersgruppen wie Kleinkinder und Jugendliche oder auf Probleme wie Drogenkonsum oder Sexueller Missbrauch und richten ihr fachliches Profil entsprechend aus.

Wenn die Betreuung von Erziehern und Erzieherinnen (öfter auch Paare) gewährleistet wird, die selbst fest in ihrer Gruppe leben, spricht man von einer Wohngruppe mit innenwohnendem Erzieher, Kleinsteinrichtung oder einer familienähnlichen Wohngruppe. Eine solche Betreuungsform stellen die Kinderdörfer dar.


Betreutes Wohnen


Beim so genannten Betreuten Jugendwohnen wird in der Regel ebenfalls eine Rund­ um-die-Uhr Betreuung durch Erzieher und Sozialpädagogen gewährleistet. Zielgruppen sind eher etwas ältere Jugendliche, die z. B. in Verselbständigungsgruppen leben. Das Ziel ist, die jungen Menschen an ein selbstständiges Leben heranzuführen. Jugendliche, die in einer Wohnung oder in einem Haus leben und nur noch stundenweise von Erziehern oder Sozialpädagogen aufgesucht werden, nennt man Jugendwohngemeinschaften. Es ist auch möglich, dass ein Jugendlicher alleine in einer Wohnung lebt. ln diesem Fall wird von betreutem oder mobilem Einzelwohnen gesprochen.



Mutter-Kind-Betreuung


Bei dieser Wohnform leben die Mütter zusammen mit ihren Kindern in einer Einrichtung; dabei kann es sich um ein betreutes Einzelwohnen der jungen Mutter oder auch um eine Wohngemeinschaft/Gruppe aus mehreren Müttern mit ihren Kindern handeln. Verschiedene Kommunen haben spezielle Projekte ins Leben gerufen, um z. B. minderjährigen Müttern ein betreutes Aufziehen ihrer Kinder zu ermöglichen und den Müttern selbst auch Betreuung zu gewährleisten. Auch viele freie Träger haben inzwischen Betreuungsmöglichkeiten für minderjährige Mütter und ihre Kinder in ihrem Angebot. ln diese Form der Heimunterbringung fallen auch die Familienaktivierenden Gruppen, die zum Teil aber auch von anderen Heimen als zusätzliches Angebot durchgeführt werden.

 


Geschlossene Unterbringung


Im wesentlichen Unterschied zu den oben genannten Gruppen kann ein Kind oder Jugendlicher nur mit richterlicher Genehmigung (auf Antrag des Sorgeberechtigten = Eltern, -teil oder Vormund) in einem geschlossenen Heim untergebracht werden. Es handelt sich um eine mit Freiheitsentziehung verbundene Unterbringung nach § 1631b BGB. ln solchen Einrichtungen sind Fenster, Türen, etc. gegen Flucht gesichert. Hintergrund für die geschlossene Unterbringung sind oft strafrechtliche Schwierigkeiten der Jugendlichen, aber auch Selbst- und Fremdgefährdungssituationen, die jedoch keine psychiatrische Unterbringung implizieren. Unter besonderen Umständen kann auch häufiges Entweichen und mangelnde Erreichbarkeit mit anderen Betreuungsformen der Anlass sein. Die geschlossene Unterbringung als Form der sozialpädagogischen Betreuung wird stark kritisiert und wird in vielen Bundesländern nicht angewendet. ln den letzten Jahren ist allerdings wieder eine Zunahme solcher Maßnahmen zu beobachten, was sich u. a. in langen Wartezeiten bei bestehenden Einrichtungen bzw. in Neugründungen entsprechender Einrichtungen abbildet. Die Zahl der Plätze für geschlossene Unterbringungen liegt bundesweit bei mindestens 200, darüber hinaus gibt es noch eine nicht unwesentliche Anzahl von Einrichtungen mit teilgeschlossener Unterbringung, welche unter ähnlichen Settings, allerdings innerhalb rechtlicher Grauzonen arbeiten.


Kurzzeitunterbringung, Clearing

Mitunter dient eine Heimunterbringung lediglich der räumlichen Trennung von Personensorgeberechtigten und Kind für eine gewisse Zeit, um eine verfahrene Situation zu entspannen. Eine Kurzzeitunterbringung erfolgt auch mit dem Ziel, den Hilfebedarf abzuklären und mögliche Lösungen zu finden. Für solche Fälle stehen in einigen Städten so genannte Clearingstellen zur Verfügung, die konzeptionell auf stark fluktuierenden Gruppen eingerichtet sind. Die Dauer der Kurzzeitunterbringung beträgt ein paar Tagen bis zu mehreren Wochen.


Mischformen/Varianten

Die Unterschiede in der Ausgestaltung der Grundkonzepte der Heime sind vielfältig. Neben der klassischen Form gibt es z. B. Wohngemeinschaften mit erhöhtem Betreuungsbedarf, in denen ein sehr hoher Betreuungsschlüssel gilt. Beim Sozialtherapeutischen Wohnen kommt konzeptionell noch ein therapeutischer Ansatz hinzu. Dies kann auch auf die klassischen Heimformen übertragen werden. Wesentlich zur Vielfalt der Konzepte trägt die Bandbreite der vielen pädagogischen Richtungen und Ausbildungen bei.